Die entscheidende Stunde

el .

Pedro Santana Rodríguez
Präsidente der Corporación Viva la Ciudadanía

Einige Sektoren des Zentrums und der Linken schlagen angesichts des Wahldebakels vor, dass man in der ersten Runde bereits Santos wählen soll, da wir uns nur vor der einzigen Alternative zwischen Krieg und Frieden befinden, repräsentiert von Zuluaga und Santos.

 

Ich muss an dieser Stelle auf die verschiedenen Argumente, die ich nun seit Monaten vertrete, insistieren. Das erste Argument sind die fehlenden tiefgreifenden Debatten in der Präsidentenwahl, ausgenommen die der Kanditadin Clara Lopez, welche einen tief rationalen Diskurs fährt. Die vier restlichen Kandidaten Santos, Zuluaga, Ramírez und Peñalosa sind mit dem aktuellen Wirtschaftsmodell, der neoliberalen Ausrichtung, der Internationalisierung desselben, einverstanden, obwohl die Auswirkungen dieses Modells für das Land und seine Bewohner, fatal sind. Eines der Zugpferde der aktuellen Regierung ist der Bergau und die Megaprojekte. Diese Linie wird nicht einmal von dem sogenannten “grünen” Kandidaten , Peñalosa, beanstandet.

Das zweite Argument befasst sich mit den Problemen, die der aktuelle Präsident zu meistern hat. Es sind keine Kommunikationdprobleme, sondern die Analysten, die die wenigen Resultate; besonders in den Themen wie Gesundheit, Ausbildung , Infrastruktur, Beschaffungsmassnahmen für würdige Arbeit und die viel zu geringe Anerkennung für die Rechte der Opfer des bewaffneten Konflikts, ins Licht rücken. Hinzu kommt die Entscheidung der Regierung, die eine Umverteilung zu Gunsten der grossen Firmen und auf Kosten der eh schon kleinen Mittelklasse, trifft.

Die Probleme der Kandidatin Clara López werden zu Unrecht mit ihre Teilhabe in der Amtszeit von Samuel Moreno und dessenVertragsskandal assoziiert. Auch die fehlende Grosszügigkeit und keine klare Strategie der POLO-Parteileitung, um eine einheitliche Liste des linken und linkenzentrum- Sektor zu schaffen, unter anderem für die Kongresswahlen, sorgen für Zweifel bei den Wählern. Wir sind wo wir sind, wegen der Unverantwortlichkeit der der linken und linken-zentrums Leader, die sich nicht einigen konnten eine/n einzige/n KanditdatIn für die Präsidentenwahlen zu präsentieren. Einige der Leader der Linksparteien machen klar, dass Santos und Uribe nicht dasselbe sind.

Es gibt drei gravierende Unterschiede zwischen Santos und dem Uribismus, welche dieser Sektor nicht wahrhaben will aufgrund ihrer Sturheit und Beharrlichkeit. Der erste Unterschied ist, dass Santos es geschafft hat, gute internationale Beziehungen und nachbarschaftliceh Verhältnisse wiederher zustellen, das galt es zu schaffen, egal , ob es den Uribismus irritierte. Ein Anfang war das Anerkennen der Existens des internen bewaffnetnte Konfliktes mit einer politischen Natur. Der folgende Schritt war das Eröffnen der Friedensverhandlungen mit den bewaffnente Aufständischen. Ausserdem wurde die Existenz der Opfer anerkannt, indem unter Santos' Leitung das Opferentschädigungsgesetz verabschiedet wurde. Dieses Gestetz ist kein Allerheilmittel, dennoch ein gutes Gesetz, dass mit einigen notwendigen Reformen den Opfern endlich eine würdige Behandlung und die Anerkennung ihrer Rechte bringt. Und drittens und der letzte wichtige Unterschied ist die Anerkennung der Legitimität der demokratischen Oposition, welche von Santos Regierung nicht diskriminiert wurde.

Einige Sektoren des Zentrums und der Linken schlagen angesichts des Wahldebakels vor, dass man in der ersten Runde bereits Santos wählen soll, da wir uns nur vor der einzigen Alternative zwischen Krieg und Frieden befinden, repräsentiert von Zuluaga und Santos. In Wahrheit sind die Wähler in vier Sektoren geteilt. Die Wiederwahl Santos, der Uribismus des Fuchses Zuluaga und drei Kandidaten, die zusammen ein drittel der Wähler repräsentieren und davon miondestens zwei, also Peñalosa und Clara López, die Friedensverhandlungen begleiten und ein vierter Sektor, der Wähler die für “weiss” stimmen (also die Möglichkeit haben ihre Unzufriedenheit, über alle kandidatInnen zum Ausdruck zu bringen), zusammen mit den Unentschiedenen , die ein Viertel der Wählerschaft ausmachen.
In diesem Sinne ist unser Aufruf für eine verantwortungsvolle Stimmabgabe ohne Angst. In der Stichwahl ist es anders; dort muss man die Friedesverhandlungen mit den Farc unterstützen; als eine Alternative für das Land.

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